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19 Oktober 2016

SCHOPF-TINTLINGE


In unmittelbarer Nähe auf der nachbarlichen Wiese gibt es derzeit ein Naturschauspiel das seines Gleichen sucht. Pilze. Und zwar sehr faszinierende Pilze, wie ich meine: Schopf-Tintlinge.
Ein bisschen Rocky Horry Picture Natur-Show.


Während im vergangenen Jahr nur ein paar vereinzelte zu sehen waren, sind es in diesem Jahr Massen, dieser beeindruckenden Gewächse.

Es soll ein Speisepilz sein, las ich auf WikiPedia, ein sehr aromatischer.
Ich hab mich trotzdem dazu entschlossen ihn nicht zu probieren. Irgendwie ist mir das alles zu unappetitlich. Nur im jungen Zustand, mit weißen Lamellen, und mit nicht ausgebreitetem Hut, gilt er als Delikatesse. Manch einer behauptet er soll besser noch als Reherl schmecken. Ein aromatisches Pilzpulver zum Würzen wird daraus gewonnen. In Verbindung mit Alkohol allerdings, soll der Schopf-Tintling giftig sein.

Er ist nicht lange haltbar. Im Alter, wie wir ihn hier auf meinen Fotos sehen, lösen sich Hut und Lamellen in einer tintenartigen Flüssigkeit auf. Ein Altersprozess der angeblich innerhalb von Stunden passiert. Sie verfärben schlichtweg einfach alles, was in unmittelbarer Umgebung steht.




Schwarzer Klee. Früher wurde die Flüssigkeit des zerflossenen Pilzes tatsächlich mit Gummi Arabicum vermischt und als Schreibtinte verwendet.







Mir dienen diese Geschöpfe dann doch lieber als faszinierende Fotomodelle. Aber vielleicht ist ja jemand unter meinen Lesern, der diesen Pilz schon mal verspeist hat?