WOHNGEHEIMNISSE.... pssst....

Heute bin ich mal ganz bei Lotta "Heute macht der Himmel blau" und ihrer Fragerunde rund ums Wohnen.
Zwölf Fragen stellt sie, die ich gerne beantworten möchte.


1. Beschreibe Deinen Wohnort

Ich lebe in einem kleinen, roten Holzhaus,  in einem etwas abgelegenen kleinen Dorf. Das heißt auch, wenn ich etwas kaufen will, muss ich mindestens 7 Kilometer mit dem Auto fahren. Wobei! 3x in der Woche hält direkt vor dem Haus unserer Nachbarn das Bäckerauto. Hier hörst Du keinen lärmenden Autoverkehr, hier findest Du nur Natur und Entspannung pur. Sobald ich von der Bundes- auf die Landstraße abbiege und ein paar Kilometer durch den Wald hinauf zu uns fahre, komme ich in den Urlaub-Modus. Das ist mein Schalter von Bürostress auf Daheim. Zu 75% klappt das dann auch.
Mein Mann ist hier geboren und aufgewachsen. Vor 5 Jahren haben wir uns entschieden, hier zu leben.


2. Was ist Dir bei der Suche nach einem Zuhause besonders wichtig, d.h. nach welchen Kriterien suchst Du Dir Deine Wohnung/Dein Haus genau aus?

Vor 20 Jahren noch, wollte ich unbedingt in München leben. Da hatte ich Bewerbungen laufen und es wurde doch nichts draus. Zum Glück. Das Leben wollte es anders. Ich bin hier gelandet und die wichtigsten Kriterien an den Wohnort habe ich in Punkt 1 beschrieben. Ob das auch noch so sein wird, wenn ich mal ganz alt bin, kann ich heute noch nicht sagen. Mein Ziel ist es also so lange wie möglich mobil zu bleiben um ewig hier bleiben zu können. Das Haus/Wohnung, in der ich leben möchte, muß Charakter haben. Dem Mainstream folge ich eher weniger.




3. Welche Wohn-Kompromisse würdest Du eingehen und welche nicht? 

Die Frage kann ich leicht beantworten: Ich würde überhaupt keinen Kompromiss eingehen, weil ich am rechten Fleck bin und bleibe. ;-)



4. Welchen Raum in Deinem Zuhause magst Du am liebsten und warum?

Ganz eindeutig: Den Wintergarten. Hier bin ich doch noch ein Stück draußen im Garten, auch wenn das Wetter mal nicht so dolle ist. Da können wir sehr gut mit mehreren Personen drin feiern, oder auch nur zu Zweit, zu Dritt, zu Viert wunderbar drin essen. Ich hab da ein wunderbar gemütliches Tagesbett - hier lässt es sich herrlich lesen. Oder in meiner geliebten Schaukel einfach abhängen.
Ich mag den Wintergarten also am liebsten, weil ich hier Ruhe finden kann.




5. Wie würdest Du Deinen Einrichtungsstil beschreiben und wer hat ihn geprägt?

Flexibel, Ländlich, aufgeräumt, einfach. Geprägt hat diesen mein Leben.



6. Lässt Du Dich von gerne von Wohntrends verführen oder pflegst Du eher Deinen ganz eigenen Stil? 

Hmmm... okay. Ich bin Neuem nie abgeneigt. Verführen, das Wort mag ich nicht.... das klingt so banal und negativ. Ich lasse mich lieber von neuen Trends inspirieren. Eigener Stil?  Ja, mein Stil heißt "Bereit für Veränderungen". Aber im Großen und Ganzen wohne ich weiß. Sagen die Leut´. 



7.  Dekorierst Du Deine Wohnung häufig um oder liebst Du eher die Beständigkeit?

Bei den wöchentlichen Putzorgien wird immer umdekoriert. Putzen wäre mir sonst zu langweilig.
Das soll doch auch Spaß bringen, oder?



8. Von welchen Möbelstücken oder Wohnaccessoires würdest Du Dich nie wieder trennen?

a.) Kommode und Wäscheschrank meiner Oma
b.) vom ersteigerten alten Geschirrschrank
c.) eine Vitrine, die aus einem alten Kastenfenster umgebaut wurde


9. Welche Wohnaccessoires oder Einrichtungsgegenstände hätten bei Dir keine Chance?

Gelsenkirchner Barrock und Mainstream aus dem Sonderpreis-Möbel-Markt



10. Welchen Wohnbereich würdest Du gern umgestalten, wenn Du die Zeit und die Möglichkeiten dazu hättest?

Kann ich sofort und wie aus der Pistole beantworten: Das Gästezimmer, das auch als Office dient.
Das möchte ich schon jeden Herbst renovieren und besser einrichten. Seitdem wir hier wohnen.
Heuer auch.


11. Was fällt Dir zuerst ins Auge, wenn Du eine fremde Wohnung betrittst?

Klingt das komisch? Die Seele.


12. Wie sähe Dein Wohntraum aus, wenn Du die finanziellen Möglichkeiten hättest und regional unabhängig wärst?

Ziemlich utopisch. ;-)
Eine Zweit-Villa in South Carolina um dort zu Überwintern.... ;-)




Heute plauderte aus



zu Gast bei


KEIN SCHÖNHEITSPREIS HEUTE FÜR DIE FREITAGSBLÜMCHEN

Heute gibt es sicherlich keinen Schönheitspreis für die Freitagsblümchen. ;-)
Ich sagte ja schon, ich bin meistens recht knausrig, was das Blumenschneiden im eigenen Garten betrifft.  
Der Duft kann leider auch nicht gewinnen, weil es immer noch kein Geruchsinternet gibt, sonst hätte ich nämlich wieder deutlich bessere Chancen. 
Vielleicht gefällt Euch das Stilleben und mein alkoholfreies Mädchenbier? Im Weinglas natürlich. 

Kurz und gut: 
Geschnitten werden musste die Eberraute, die neu austreibt und solch lange Stengel hatte, das sie schon die benachbarte Rose behinderte. Die Eberraute duftet so herrlich nach Cola das ich umfallen könnte. Dazu spendiert habe ich zwei Echinacea- und Blüten der Limonadenpflanze (Agastache mexicana), und damit jetzt alles noch ein wenig mehr durcheinander kommt, dient heute ein Bierkrug als Vase.  Passt ja dann auch wieder zu dem getränkelastigen Freitagsblümerlei. 




Also dann Prost! Ein Wohl auf Holunderblütchen,  





NAHTLOSER ÜBERGANG VOM SOMMER IN DEN HERBST


Auch wenn jetzt noch mal heiße Sommertage folgen sollen, die Natur ist längst schon einen Schritt weiter. Das Sommer-Beet zeigt mir das ganz deutlich. Da kann mich noch nicht mal die remontierende Rose, die jetzt noch mal alles gibt, groß entschädigen. Die Echniaceas danken nämlich so langsam ab. Werden die Blütenspitzen mal etwas braun, dauert es nicht lange und die Blütenblätter sind komplett braun. In der Regel zupfe ich dann das Braune ab und lasse nur noch die Köpfe bis zum Frühjahr stehen.


Etwas besser sieht es noch im weißen Gartenteil aus. Da stehen die weißen Echinaceas noch ziemlich gut da.



Der Phlox lässt jetzt merklich nach. Nach dem starken Regen gestern hat er wieder einige Blüten eingebüßt. Immerhin riecht es noch herrlich nach Phlox (= Sommer). Doch die Tage sind gezählt.
Durchstarten tut gerade die Myrthen-Aster (Aster divaricatus).


Sie gehört zu den Zarten, Filigranen und mit diesen Eigenschaften erobert man mein Gartenherz ja recht schnell. Sie wird ca. 80 cm hoch, fällt aber leicht um und muss etwas gestützt werden. Sie mag einen sonnigen bis halbschattigen Platz am liebsten, und blüht von September bis Oktober.


Die Elfenbeinraute ist neu im Garten. Nachdem die Hecke auch im 3 Jahr nicht wollte (ich versuchte es an dieser Stelle mit einem Bauernjasmin), habe ich in diesem Frühjahr kurzen Prozess gemacht. Jasmin musste weichen. Anstelle derer habe ich einen Weidenzaun gesteckt und davor einen Beetstreifen mit der Elfenbeinraute und einer Aster (blüht erst Ende Oktober) gestaltet. Artemisia Lactiflora erhellt den Hintergrund, denn in unmittelbarer Nähe steht der riesige Nussbaum unserer Nachbarn, der alles in den Schatten stellt. Im wahrsten Sinne des Wortes.


Die Staude soll man auf einige Meter hin übrigens schon riechen können, - doch da muss ich bisher passen. Vielleicht tritt das erst noch ein? Ich lasse mich überraschen.
Da es beide, Weide und Elfenbeinraute, gerne feucht mögen, musste ich schon doch ab und an mal wässern, trotz der guten Regenzeiten in diesem Jahr.


Und dann habe ich heute auch noch die ersten zwei Blüten der Japan-Anemonen - hier Honorine Jobert - entdeckt. Und in einem weiteren Beet zwischen Gräsern. Ich muss ehrlich zugeben, das sie sich da sakrisch mit dem Emporkommen schwer tut. Gefreut hab ich mich allerdings wie ein kleiner Schneekönig. Denn das wird sicherlich einer meiner liebsten Fotomodelle die nächsten Wochen werden.


Die Chinesische Wiesenraute (Splendid White) trägt und bildet übrigens immer noch Blüten. Ich habe die Pflanze hier bereits schon mal beschieben. Ich habe sie sogar schon mal umgepflanzt, nachdem mir der Standort neben dem weißen Phlox nicht besonders gefiel. Ob das nun ihr letzter Standort ist, weiß ich nicht. Es könnte gut möglich sein, daß ich sie im Frühjahr noch mal umsetze.
Sie sollte einen Stand-Alone-Platz bekommen, wo sie alleine für sich wirken kann.


Last but not least erfreut derzeit noch mal, und sogar in einem schöneren Flor als im Sommer, die Klosterrose Uetersen. Sie hat im 3. Standjahr nun beachtlich an Höhe gewonnen und ist fast 2 Meter hoch. Die Jahre davor, waren ihre Zuwächse nur mickrig. Alles dauert eben seine Zeit.


Sie hat einen unbeschreiblichen Duft und gehört in diesem Jahr zu dem robustesten Rosen im Garten. Denn über ein besonderes "Rosenjahr" kann ich hier leider nicht frohlocken. Sie haben alle miteinander sehr stark unter der feucht-warmen Witterung gelitten. Rosenrost ohne Ende.. teilweise stehen die Rosen "nakisch" da und schämen sich nicht.
(Die Uetersener Klosterrose habe ich hier schon mal porträtiert. )


Das waren mal wieder die neuesten Entwicklungen aus den Beeten,
liebe Grüsse sendet