04 Juni 2016

DIESE WOCHE IM GARTEN


Diese Woche kam ich so gut wie gar nicht in den Garten. (Nicht nur weil es dauer-geregnet hat). Um so erstaunter war ich heute, als die ersten Sonnenstrahlen kamen, und ich wieder freiwillig in den Garten gehen wollte. Die Lupinenblüten kamen in diesem Jahr sehr spät, dann quasi über Nacht. Am Montag noch, sah man noch nicht mal einen Ansatz von Kerze, jetzt starten sie durch.


Einer der Rittersporne hingegen war sehr schnell. Die erste Blüte kriegt mein Garten immer tadellos hin. Nach dem Remontierschnitt gibt´s dann meistens Probleme. Zu diesem Zeitpunkt sind die Schnecken dann hochaktiv. Selten krieg ich dann noch ein Pflänzchen hoch, selbst wenn ich sogar zu Blaukorn greife. (Habt ihr zur Zeit auch so viele Schnecken????)


Der weiße Ziersalbei (Schneehügel) steht kurz vor der Blüte, das kann morgen, spätestens übermorgen soweit sein. Der Schneehügel ist eine wunderbare Sorte die kräftig dicht wächst, und die nach dem Remontierschnitt bis weit in den Herbst blüht. Dieser Salbei ist einer der besten Beeteinfassungen. Kann ich nur empfehlen.


Regelrecht überrascht hat mich "Arthur Belle". Sie ist eine meiner Sorgenkinder. Ich habe sie ziemlich angegriffen aus einem anderen Garten übernommen. Seitdem mickert sie rum. Nach diesem Winter habe ich sie radikal runtergeschnitten. Ich denke diese radikale Drohung hat Wurzeln geschlagen! Sie ist jetzt zwar kaum 30cm hoch hat aber doch schon etliche Blütenknöpfe. Kehrseite der Medaille ist der Rosenrost. Unter diesen Wetterbedingungen haben die Rosen leider ziemlich gelitten. Behandelt habe ich bereits mit einem Produkt von Neudorff, doch Erfolg sieht anders aus. Morgen gehe ich bei meinen Rosen wieder homöpathisch ran. Entweder. Oder. Im letzten Jahr hatte ich die besten Erfolg mit der Homöopathie. Man sollte einfach nicht auf andere Leute hören, die einem wegen "solchen Zaubermittelchen" belächeln, sondern nach dem eigenen Bauchgefühl handeln! Keiner weiß es besser als der eigene Bauch. Pasta.





Was das für ein wunderschönes zartes Elfchen ist? Ich weiß das noch nicht. Das hat mir meine Nachbarin gebracht, sie sagte, pflanze das zu Deinen gelben Rosen, das sieht bestimmt wundervoll aus. Ich bin gespannt! Meiner Meinung nach könnte das eine Art Wiesenraute sein.


Die Katzenminze ist einfach eine phantastische Pflanze, ich mag sie und hätte am liebsten noch mehr davon im Garten. ... bzw. irgendwie hätte ich gerne mehr Garten. ;-)


Dieser Gartenweg ist erst in diesem Frühjahr entstanden. Einige Rosen stehen zwar schon im 2. Jahr. Aber ich habe sehr viel geändert und umgepflanzt. Dennoch wirkt alles, als wäre es schon immer so gewesen. Genau dieses Ziel hatte ich, als ich diesen Gartenteil neu gestaltete, bzw. weiter entwickelte. Und auch mein Mann sollte nun endlich verstehen, was ich meine, wenn ich von Sichtachsen spreche. ;-)

Die Rosen tragen unendlich viele Knospen und die meisten sind kurz vor dem Durchbruch. Hoffen wir, daß jetzt zur Rosenblüte nicht noch mal so viel Regen kommt,  wie in den vergangenen zwei Wochen. Das wäre sehr schade.

Bald liegt also Rosenduft in der Luft und darauf freut sich seit Moooooooonaaaaten....



02 Juni 2016

ULMUS GLABRA CAMPERDOWNII - HÄNGEULME



... wir wollten im Herbst 2013 ja eigentlich nur Johannisbeersträucher holen und verliebten uns in der Baumschule auf Anhieb in eine Hängeulme (Ulmus glabra Camperdownii). In einer aufwendigen Aktion holten wir diesen doch schon großen Baum nach Hause und pflanzten sie voller Enthusiasmus bei uns in den Hof. (Ich möchte gar nicht wissen, wieviel Liter Wasser wir in den Jahren schon an diesem Baum geschüttet haben...)

(Foto Herbst 2013)

Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten ist, daß die Ulmen vom Aussterben bedroht sind. An den Bäumen treten starke Welkeerscheinungen auf mit Blattfall, Absterben einzelner Zweige und somit ganzer Bäume. Erreger des Ulmensterbens ist der Pilz Ceratocystis ulmi der von Ostasien nach Europa verschleppt wurde. Die Wasserleitungsbahnen werden durch den Pilz verstopft.

(Foto Mai 2014)

Im 1. Jahr (ihr seht den Baum in der Spiegelung des Fensters) war uns die Tatsache noch nicht bekannt und der Baum war auch schön dicht und grün, ja ludt direkt als Schattenplatz ein. 


(Fotos Mai 2014)


Im vergangenen Jahr war das dann schon anders. Schon im Winter verlor der Baum viele Äste. Im Frühjahr 2015 gab es zwar noch mal eine schöne Blüte, doch es bildete sich nur ein stark zurückhaltendes Blätterdach, welches über den Sommer immer weniger wurde. :-(


Mein Mann sprach schon davon, daß wir ihn wohl irgendwann wegnehmen müssen, - ich wiederum spielte mit den Gedanken, doch wenigstens eine Clematis oder Ramblerrose an den Baum zu setzen um ihn als "Andenken" zu behalten. Der Baum sah im Herbst wirklich jämmerlich aus und hatte Ende September schon kein Blattwerk mehr.

Bereits im Juli 2015 hatte ich eine Flasche Dünger der Sorte "Waldleben" gekauft. Ich wollte damit vor allem die Einfriedung düngen, die einfach nicht "aus der Hüfte" kam und nicht wachsen wollte. Im Internet hatte ich davon gelesen. Der Dünger  (keine Chemie!) ist leider sehr teuer und stinkt fürchterlich bestialisch. Mir war bei der Anwendung echt fast ein wenig übel, war aber einfach frohen Mutes. An einem trockenen Sommermorgen zog ich morgens um 5 mit dem Stinkezeug los und düngte einige Pflanzen von denen ich dachte, sie hätten das dringend nötig. Unter anderem besprühte ich auch den Stamm und das wenige Laub der Ulme und goss sie mit der verdünnten Lösung. 5 Uhr? Zu dem Zeitpunkt schlafen unsere Nachbarn alle noch.... den Gestank wollte ich niemanden zumüssen.

In diesem Winter mussten wir wieder starken Astverlust beklagen und ich gab echt auch schon fast auf. für meinen Mann war der Baum glaub ich schon ganz und gar verloren.

Aktuell sieht die Ulme sehr gesund aus und sie treibt oben in der Krone wieder wie verrückt. Auch die Gallmilbe ist in diesem Jahr nicht aufgetreten. Das hatte die Ulme in den letzten beiden Jahren im Frühjahr auch immer.
Darüber freue ich mich in diesem Frühjahr wirklich ganz sehr.
(Foto Mai 2016)

Ob das jetzt wirklich am Dünger liegt? Ich weiß es nicht. Mir fällt aber auf, dass alle von mir damit behandelten Pflanzen einen ziemlichen Schuss in Höhe und Breite gemacht haben, und ziemlich gesund aussehen. Es dauert nur offensichtlich etwas länger, bis die Wirkung eintritt.


 (Fotos Mai 2016)


Ich weiß nicht, ob wir den Baum erhalten können. Versuchen werde ich jedenfalls alles. 

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt,



P.S.: Wer kennt den Dünger und hat ihn schon erfolgreich angewendet?

01 Juni 2016

SUMMER COMES - HELLO JUNI


Hallo Juni, herzlich Willkommen!

Der Holunder blüht und kündigt den Frühsommer an. Die derzeitigen Super-Stars, in diesem Fall das Allium, begrüssen uns schon beim Blick aus dem Fenster. Nichts hält uns da mehr drin. Jede freie Minute wird ausgekostet, die man draußen sein kann.
Nicht nur uns geht es so, auch die Insekten tummeln sich jetzt dort am liebsten. Dabei zuzuschauen macht fast so viel Spaß, wie im Winter die Vögel zu beobachten.


Sie können scheinbar nicht genug von diesem Nektar bekommen.
Vergangenes Wochenende habe ich zum ersten mal Schnittlauchblüten probiert. Ganz ehrlich: Bisher wusste ich nicht, daß man sie essen kann. Irgendwer hatte mich mal gelehrt, daß man Schnittlauch, sobald er blüht nicht mehr verwenden soll. Das stimmt aber so nicht ganz. Die Blüten schmecken herrlich süß nach Nektar. Kann ich nur empfehlen!  Den Blütenstengel allerdings den sollte man nicht essen.

Zurück zum Zierlauch (Allium).

Ich meine mal gelesen zu haben, daß man auch seine Blüten essen kann. Bin mir da aber nicht so sicher, also besser mal nachgooglen, oder vielleicht findet sich ja hier jemand, der in den Kommentaren etwas dazu sagen kann? Würde mich freuen.


Der weiße Globemaster ist in diesem Jahr gut 1,20 m hoch. Purple Sensation dagegen ist vom Phlox etwas zugewuchert und fällt in diesem Beet kaum auf. Der Phlox hat in der letzten Woche, aufgrund des vielen Regens ganz schön an Höhe zugelegt. Donnerwetter. Soweit hat er es mit Blüte im vergangenen, trocken-knochenem Jahr nicht geschafft.


Das ist aber nicht weiter schlimm. Gerne darf er sich hier verstecken. Was soll´s?!
Ich habe noch ein Extra-Beet für die schönen Kugeln im Garten und da kommen sie voll zur Geltung. Ehre, wem Ehre gebührt.


In diesem Beet geben sich die Stars quasi die Klinke in die Hand. Im Frühjahr das Allium, im Sommer wächst das Gras heran und wenn die blauen Blüten des Alliums abgefallen sind, blühen gelbe Rosen im Vordergrund, im Spätsommer gesellt sich zu den Gräsern Coreopsis tripteris (hellgelb, 150 - 200cm hoch) und gelber Sonnerhut dazu. In diesem Frühling habe ich das Beet verbreitert und im Hintergrund Topanimbur gesetzt. Nein, ich bin wirklich kein Gelb-Fan, doch im Spätsommer und Herbst mag ich diese Farbe dann doch gerne anschauen. Sie gehört dann einfach dazu. Meistens erscheint dann auch noch Verbena bonariensis (Argentinisches Eisenkraut). Dort, wo es eben Lust hatte sich wieder von selbst auszusäen. So bleibt das Ganze spannend. Zusammen mit den Gräsern ergibt es ein tolles Bild.






Im Herbst und Winter wird hier übrigens nichts abgeschnitten. Alles bleibt bis zum Frühjahr stehen. So ist im Winter eine tolle Struktur vorhanden und nach dem Schnitt im Februar/März dauert das nicht lange, meistens keine vier Wochen, bis die ersten Alliums schon wieder ihre Blätter aus der Erde schieben.

Ihr werdet bestimmt noch viele Fotos aus diesem Beet sehen... (wobei ich allerdings immer noch nicht weiß, wie das mit unserem Internetanschluß weitergeht.)

Fleißig bloggt