19 Mai 2016

DIE QUITTEN BLÜHEN


Auf der Streuobstwiese unmittelbar zu unserem Grundstück blühen derzeit die Quittenbäume. Ein so wunderschöner Anblick, das ich ihr ein Posting widmen möchte.  "Cydonia oblonga" (welch herrlich klingender Name!) gehört zur Familie der Rosengewächse und als Obstbaum ist sie in unseren Breitengraden schon sehr lange in Kultur.





Wenn ich Quitten sehe, muss ich immer an meinen ersten Chef denken, der uns an einem Freitagmorgen mal überraschte: "So! Heute habe ich euch etwas Besonderes zum Frühstück mitgebracht, ein Kwi-tengele!" Wir Mädels, damals 16, 17jährige, rätselten lange rum, bis er dann das Geheimnis "Quittengelee" lüftete. Wir kannten wirklich allesamt keine Quitten. In den 70/80er Jahren war das kein weit verbreitetes Obst.

Mit einem Schmunzeln im Gesicht grüsst




WIE WÄRE ES MIT EINEM REGENTANZ FÜR FRANKEN?


Endlich sind die Temperaturen wieder etwas angestiegen, dennoch weht ein frisches Windchen und es ist trüb. So stellt man sich seinen wohlverdienten Urlaub nicht gerade vor. Ich hatte geplant im Garten etwas vorwärts zu kommen. Geregnet hat es hier seit dem 24.04. nicht mehr. Die Regenfässer sind längst leer, der schwere (Lehm-)Boden zum Bearbeiten zu hart, zu trocken.

Regentänze führt heute auf,


16 Mai 2016

FLIEDERDUFT LIEGT IN DER LUFT


... zumindestens sollte man das annehmen. Doch in diesem Jahr feiern wir eisheilige Pfingstfeiertage. Es ist zu kalt, da mag nicht mal der Flieder gut riechen. ;-) Die vergangenen zwei Nächte schon sind wir knapp am Bodenfrost vorbeigeschrammt. Die Sommerblumen in den Töpfen mussten ins Haus zurückziehen, und das Tomatenhaus beheizen wir in der Nacht mit Kerzen. Tomaten, Gurken und Zucchini leiden ganz schrecklich. Leider sind allesamt schon in ihren großen Kübeln eingezogen, so daß wir sie nicht mehr ins Haus zurückholen können. Das würden wir in diesen Nächten nämlich tun!
6 Grad, das ist zu kalt für die Tommis. Zu groß sind sie inzwischen schon, teilweise blühen sie sogar.


Die blühenden Fliedersträucher zeigen sich von der Kälte wenig beeindruckt, doch wer gerne Flieder riechen möchte: FEHLANZEIGE. Wie gesagt, hier riecht gar nix.

"Belle de Nancy" (Frankreich) ist eine wunderbare Fliedersorte. Wir haben ihn in weiß im Garten stehen, es gibt ihn aber auch in wunderschönen zarten Farben wie rosa und hell-lila. An "normalen Maitagen" duftet er sehr intensiv, er blüht doppelt gefüllt und hat 20cm lange Blütenrispen.






Wir haben noch einen zweiten Flieder im Garten, die Sorte Madame Lemoine (Frankreich 1870), reinweiß und dichtgefüllt, mit großen Blütenrispen, eine ebenso stark duftende Sorte, die für den Schnitt sehr gut geeignet ist. Ich muss aber ganz ehrlich sagen, jetzt wo die beiden Sträucher noch zu den "kleinen Kinder" im Garten gehören, bringe ich es nicht übers Herz ein paar Zweige für die Vase abzuschneiden.





Der Flieder in Lila steht im Garten unserer Nachbarn. Wunderschön, lehnt er sich an deren Gartenruine und wir profitieren direkt davon, weil er so schön zu uns herüber blickt.


Alles in allem, scheint es wieder ein eher schwieriges Gartenjahr zu werden. Geregnet hat es in den letzten 3 Wochen bei uns gerade mal ca. 10ml pro Quadratmeter. Der Boden zeigt jetzt schon tiefe Risse, hat er doch 2015 unter dieser Trockenheit stark gelitten.
Die starken Winde der vergangenen Tage haben ihr übriges dazugetan. Aktuell legt er sich gerade ein bisschen, was für die kommende Nacht nicht so toll wäre.


Der Himmel hat aufgerissen und sieht klar aus. Die letzten beiden Nächten sind wir ja gerade immer so mit 3,5 und 4,5 Grad so vorbeigeschrammt. Heute könnte das also gefährlich werden. Wieso, weshalb, warum? Ich zitiere hierzu am besten mal von einem Wetterportal:

"Genauer betrachtet geht die Abkühlung unter dem klaren Nachthimmel immer vom Boden aus, weil die Wärme in Form von Infrarotstrahlung in das Weltall abgegeben wird. D.h. erst werden alle Festkörper kalt, also der Boden, die Blätter der Pflanzen, die Autodächer usw. und als Folge davon kühlt sich die darüber befindende Luft durch den Kontakt mit diesen Gegenständen ab. Die Luft wärmt also die Pflanzen, wird dadurch aber natürlich auch selbst abgekühlt. Wenn nun Wind weht, wird die kalte bodennahe Luft immer wieder weggeweht und durch mildere aus höheren Schichten ersetzt. Ist der Wind zu schwach, sammelt sich jedoch so viel schwere Kaltluft über dem Boden an, dass diese nicht mehr weggeweht werden kann. Das passiert vor allem in Tallagen. Dort wird es dann besonders kalt, aber eben nicht weil die Luft die Pflanzen abkühlen würde, sondern weil die stehende Luft keine Wärme mehr übrig hat, die sie an die sich abkühlenden Pflanzen abgeben könnte."


Ihr Eisheiligen also, lasst euch sagen, es reicht jetzt einfach!  Verzupfts euch am besten und lasst euch bis November nicht mehr hier blicken. Wir möchten die sommerlichen Temperaturen zurück + warmen Regen.

Ist das Leben ein Wunschkonzert, fragt